WÜRDE ICH NOCHMAL ZUR BERLIN FASHION WEEK FAHREN?

Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.Die vergangene Woche stand unter einem ganz bestimmten Motto, das ihr bestimmt schon erraten könnt. Im heutigen Wochenrückblick möchte ich euch erzählen, wie ich mich während meiner ersten Berlin Fashion Week gefühlt habe, was ich in den letzten Tagen erlebt habe und welches Fazit ich für die Berlin Fashion Week ziehe.

Zuerst stand hier ein Text, geordnet nach Wochentagen, der aber letztendlich doch nur eine Aneinanderreihung langweiliger Fakten beinhaltete. Und das repräsentiert die vergangene Woche und meine erste Berlin Fashion Week in keinem Fall. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, den Text neu zu schreiben und euch weniger jedes einzelne Event, jedes Essen und jede Show haarklein zu beschreiben, sondern ich möchte lieber versuchen, euch ein Bild davon zu vermitteln, wie ich mich in der Manege des Modezirkus` gefühlt habe.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.

BLOGGER ZWEITER KLASSE

Auf den Weg nach Berlin hatte ich mich mehr oder weniger ohne Erwartungen gemacht. Keine Vorurteile, kein übertriebene Vorfreude. Und doch konnte meine weitgehend neutrale Haltung schon am Dienstag schnell auf einen Tiefpunkt gebracht werden. Nicht nur, dass Linhs Kamera am Morgen den Geist aufgegeben hatte, sondern auch dass wir mitten in Berlin auf einem Stück künstlichem Strand zwischen Cocktails, Blumen und Vorträgen herumstolzierten, während nebenan ein Kletterpark und ein Beachvolleyballfeld von „ganz normalen“ Berlinern und Touristen besucht wurden.
Das kam mir surreal vor.
Das echte Leben schien sich nicht wirklich zwischen all den Influencern und Bloggern abzuspielen, sondern draußen, auf den Straßen und in den Parks. Und was machten wir? Wir trugen uns in Listen für einen Salat ein, warfen Würfel für aufblasbare Flamingo-Getränkehalter und posierten vor einer Wand aus Blumen. Deswegen gibt es von mir von dieser Veranstaltung rein gar kein Bild. Es hat mich einfach nichts dazu angeregt.
Und das sollte mein erster richtiger Tag auf der Berlin Fashion Week gewesen sein? Nicht sehr inspirierend. Die Klischees – oberflächlich, arrogant und konsumorientiert – wurden absolut erfüllt.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.

WO NOCH DER MENSCH ZÄHLT UND NICHT SEINE FOLLOWERZAHL

Davon habe ich mich aber nicht abschrecken lassen und siehe da, es geht auch anders! Am Mittwoch hatten wir einen vollgepackten Tag an dessen Ende ich völlig kaputt aber doch zufrieden in mein Bett gefallen bin. Im Showroom von Lumizil haben wir wirklich tolle Lampen bestaunen und vor allem tolle Menschen kennen lernen dürfen, die so herrlich normal, aufgeschlossen und einfach nett waren. Und als kleinen Bonus habe ich gestern erfahren, dass ich mir beim Gewinnspiel von Lumizil eine Lampe aussuchen darf #QualderWahl. Auch Hashmag hatte sich bei der eigens organisierten Blogger Lounge wirklich ins Zeug gelegt und eine super angenehme, entspannte Atmosphäre gezaubert. Lidl sponserte leckere Smoothies, Sandwiches und Salate to go, C&A war mit der Sommerkollektion da (von der ich positiv überrascht war) und bescherte jedem Gast ein Shirt mit individueller Stickerei und mein persönliches Highlight war die Lettering-Station von Online Germany – das könnte ich stundenlang machen! Auch beim Vero Moda und Only Fashion Backyard war eine ungezwungene Atmosphäre und wir durften wirklich schöne Sachen für den kommenden Herbst sehen und auch anfassen, die uns allen sehr gefallen haben.
Die Atmosphäre sollte sich aber schnell ändern, als wir vor den Toren der Heeresbäckerei auf die Show von holyGhost, oder jetzt Mykke & Hoffmann, warteten. Viele Menschen. Viele waren für meinen Geschmack schlecht gekleidet. Und doch wurden sie mit Handkuss begrüßt und ich kam mir ein klein bisschen wie ein Gast zweiter Klasse vor. Ewig langes Warten für keine 20 Minuten Laufsteg. Eine Freundin hat mich gestern gefragt, ob die Sachen denn auch tragbar gewesen wären. Darauf hatte ich irrwitzigerweise keine Antwort. Die Muster und Farben waren dezent, die Schnitte nicht unbedingt ausgeflippt und doch waren es keine Sachen, die ich jeden Tag ins Büro oder in unserer Kleinstadt auf der Straße tragen würde.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.Der Donnerstag war für uns der letzte Fashion Week Tag. Wir starteten den Tag im Showroom von Stilgeflüster mit vielen sympatischen, wirklich netten Menschen und tollen Marken. Einige davon haben mich wirklich zum Nachdenken angeregt und ich werde sicherlich noch öfter davon berichten.
Auch bei der Stein Rohner Show im Kaufhaus Jahndorf gab es viel zu entdecken und viele interessante Menschen zu sehen. Die Mode gefiel mir schon deutlich besser als an Tag 2 und doch fühlte ich mich nicht so ganz in meiner Welt. Und nach einem kurzen Abstecher in der Hashmag Blogger Lounge war die Fashion Week für mich auch schon wieder vorbei.

WAR ES DEN AUFWAND WERT?

Hätten wir nicht durch einen Gutschein von Linh die Woche im Hotel verbringen können, hätte ich es mir drei mal überlegt, ob ich für die Berlin Fashion Week eine Woche Urlaub opfere, eine Menge Geld ausgebe und extra nach Berlin reise. So habe ich mir gedacht: Was haben wir zu verlieren? Ich wollte mir den Trubel immer schon einmal ansehen und es miterleben.
Wieder zuhause, wieder in der Realität angekommen, hatte ich Zeit zu reflektieren.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.

IST DIE FASHION WEEK NUR WAS FÜR DIE GROßEN?

All die Beiträge, die in den vergangenen Tagen zur Berlin Fashion Week online gestellt wurden, sprachen sich für ausgewählteres Publikum aus. Für kleinere Events und dafür mit mehr Liebe gestaltet. Ich habe genau solche Events besuchen dürfen, bei denen man sich noch für den Mensch interessierte und nicht für seine Follower. Dafür war es die Reise allemal wert!
Ich habe viele liebe Menschen wieder getroffen und kennengelernt. Ich habe eine Woche mit einer meiner besten Freundinnen rund um die Uhr verbracht. Dafür hat es sich gelohnt.
Nicht für die Mode. Nicht für die Shows. Für die Menschen. Klingt vielleicht abgedroschen, ist aber zu 100% ernst gemeint. Und wenn ihr mich jetzt fragt, ob ich im Januar wieder nach Berlin reisen werde, werde ich wahrscheinlich nur mit den Schultern zucken können. Die Tendenz ist aber eher negativ.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde. Meine erste Berlin Fashion Week. Wie ich mich im Modezirkus in der Hauptstadt gefühlt habe, was ich erlebt habe und ein ehrliches Resumée. Ich beantworte die Frage, ob ich noch einmal hinfahren würde.

 

12 Kommentare

  1. 11. Juli 2017 / 20:37

    Ganz toller Artikel Könnte ich aufstehen und vor dir klatschen würde ich es tun. Du hast es du den Punkt gebracht. Vielen lieben Dank dafür.

    Liebste Grüße
    Caroline | http://www.modesalat.com

    • Katharina
      4. August 2017 / 22:04

      Danke, Caro!

  2. 11. Juli 2017 / 21:25

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich war noch nie auf der Fashion Week in Berlin und weiß auch nicht, ob ich im Januar hinfahren werde. Dein Beitrag ist wirklich ehrlich und gut geschrieben.
    Ich war bisher „nur“ in Paris und kann Dir diese Fashion Week, sofern Du noch nicht dort warst, wärmstens ans Herz legen. Vor allem die vielen Side Events.

    Liebe Grüße
    Anna von https://BUREAUStyle.com

    • Katharina
      4. August 2017 / 22:04

      Vielen Dank für den Tipp!

  3. 12. Juli 2017 / 17:45

    Ein sehr schöner ehrlicher Beitrag meine Liebe. Ich fahre persönlich auch nicht wegen dem ganzen Trubel nach Berlin, sondern aufgrund von gewissen Personen mit denen ich nun schon drei Mal ein paar schöne Tage in Berlin verbringen durfte. Ohne diese wäre es jedes Mal ein Trip zu einem Spektakel, bei dem ich nur Blogger der dritten Klasse wäre, gewesen. So habe ich immer positive Erinnerungen an die Tage, aber das liegt nun mal zu 90% an den Personen mit denen ich unterwegs war und nicht an dem Drum Herum… Ohne diese Menschen würde ich sicherlich nicht zu FW fahren….
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

    • Katharina
      4. August 2017 / 22:04

      Da stimme ich dir absolut zu!

  4. 13. Juli 2017 / 19:18

    Ein ganz toller Beitrag – für mich war es auch die erste Fashion Week und auch ich weiß nicht, ob ich noch eine zweite in Berlin besuchen würde. Ich kann auch keine Beiträge mehr mit: Mein Outfit auf der Fashion Week sehen – da gefällt mir Dein Beitrag viel viel besser. Da gehe ich nächstes mal lieber nach Paris, denn dafür erhalte ich wenigstens Einladungen für die Shows.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    • Katharina
      4. August 2017 / 22:03

      Vielen Dank für deine ehrlichen Worte, Anja! Vielleicht versuche ich es auch noch einmal in einer anderen Stadt. Wer weiß, ob es mit Berlin überhaupt noch weitergeht…

  5. 13. Juli 2017 / 19:34

    Das kann ich absolut nachvollziehen! Als Foodblogger war für mich sowieso nur die Hashmag-Lounge interessant und da ich eh in Berlin wohne, ist das immer schön – auch um liebe Blogger aus anderen Branchen zu treffen. Aber extra anreisen …? Puh, da müssen eben die Events wirklich stimmen, damit es sich lohnt.
    Ich freue mich aber für dich, dass du dennoch eine schöne Zeit hattest – ob nun wegen oder trotz der Fashion Week, ist ja dann fast egal!
    Liebe Grüße
    Carolin

    • Katharina
      4. August 2017 / 22:02

      Würde ich eh dort wohnen, wäre es für mich auch keine Frage mir die schönsten Events auszusuchen, aber extra anreisen, werde ich vermutlich nicht mehr…

  6. 15. Juli 2017 / 11:50

    Ein sehr schöner Post zur Fashion Week! Ich denke, dass man mit der „richtigen“ Einstellung auch in dieser oberflächlichen Welt seinen Spaß haben kann. Dafür muss man dann aber auch vermutlich wirklich mit den richtigen Leuten da sein, die richtigen Events besuchen und dort die richtigen Leute treffen.
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

    • Katharina
      4. August 2017 / 22:01

      Das hast du absolut Recht!

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