BLOGGER-TIPPS: UMZUG VON WORDPRESS.COM ZU WORDPRESS.ORG

Wie die meisten  wissen ist Some Kind of Fashion nicht mein erster Blog. Bevor hier vor kurzer Zeit der erste Beitrag online ging, habe ich auf Whitecloudlet über WordPress.com gebloggt. Weil mir aber nach fast einem Jahr zum einen der Name nicht mehr zusagte und ich, sagen wir erwachsener mit dem Blog werden wollt, und mich störte, dass ich bei WordPress.com nur eingeschränkt meine Vorstellungen im Hinblick auf Design und Professionalität umsetzen konnte. Deshalb habe ich mich dazu entschieden mit dem Blog umzuziehen und ihn nun selbst zu hosten. Wenn du auch mit dem Gedanken spielst, deinem Blog ein neues Zuhause zu geben, dann kannst du dich an den folgenden Punkten für den Umzug von WordPress.com zu WordPress.org entlanghangeln – glaub mir es ist kein Hexenwerk, auch ohne technisches Know-How.Der heutige Beitrag dreht sich um deinen Umzug von WordPress.com zu WordPress.org. Schritt für Schritt erkläre ich wie du vorgehen solltest um mit deinem Blog umzuziehen.

.com, .org – Was ist das und wofür brauche ich das?

WordPress ist das erfolgreichste Publishing-System der Welt. Bereits seit über 10 Jahren ist es eine der erfolgreichsten Plattformen um eine Seite oder einen Blog zu erstellen. Anfang 2016 wurden 25,8% aller Websites weltweit über WordPress betrieben.  Ganz schön viel oder?
WordPress bietet seinen Nutzern zwei Möglichkeiten: Einmal die Nutzung von WordPress zur Verfügung gestellten Webspace auf WordPress.com oder aber die selbstgehostete Variante auf WordPress.org. Solange man die kostenlose Form von WordPress.com nutzt sieht eine Domain so aus – www.beispielseite.wordpress.com. Auch die Themes und Designs, die man bei dieser Variante nutzen kann sind eingeschränkt und nicht in jeder Hinsicht abänderbar. Willst du also längerfristig erfolgreich einen Blog schreiben und eine schön gestaltete Homepage dafür nutzen, wirst du nicht drumherum kommen dich auf WordPress.org einzunisten.

Was brauche ich für einen Blog auf WordPress.org?

Um einen Blog selbst zu hosten braucht es nicht viel. Um genau zu sein eigentlich nur 2 Dinge: einen Server und eine Domain. Nicht erschrecken, ich konnte zunächst auch nicht wirklich etwas mit diesen Begriffen anfangen, aber es ist viel einfacher als man vielleicht im ersten Moment denkt. Über Strato, All-Ink oder einen der zahlreichen anderen Anbieter kann man sich Webspace mieten. Hier kann man je nach Paket eine oder mehrere eigene Domains anlegen und auch die Installation von WordPress wird dir bei den meisten Anbietern abgenommen und es braucht bloß einen Maus-Klick und alles steht bereit, um loszulegen. Ich selbst bin bei Strato und da bisher sehr zufrieden, vor allem weil ich mich nicht mit Dingen beschäftigen musste, wie eine Datenbank anzulegen oder einen Server aufzubauen.
Nachdem ich also ein passendes Paket bei Strato ausgewählt hatte, ging es darum alle Daten einzutragen, wie die gewünschte Domain etc. Damit ist man eine Weil beschäftigt, aber schwieriger wird´s auch nicht.

Umzug von WordPress.com zu WordPress.org

1. Blog exportieren

Hast du nun die WordPress-Installation abgeschlossen, erwartet sich zunächst eine leere Seite. Ein Beispiel Post “Hello World” liegt einsam und allein auf der Startseite und auch sonst herrscht erstmal gähnende Leere. Das Dashboard kommt dir hingegen schon sehr vertraut vor, es unterscheidet sich nämlich wenig von WordPress.com.

Damit dein Blog zu neuem Leben erwacht, geht es nun daran, die Beiträge, die du bisher auf WordPress.com veröffentlicht hast, auf den neuen Blog zu übertragen. Dazu loggst du dich unter deinem alten Blog (WordPress.com) wie gewohnt ein und wählst im Dashboard unter Werkzeuge den Reiter Daten exportieren.

Dort wählst du nun entweder nur einzelne Beiträge, die du übernehmen möchtest oder aber Alles. Anschließend dauert es einen Moment bis die Daten heruntergeladen sind. Ist der Download fertig wird dir per Mail die erstellte XML. Datei geschickt.Um alle Beiträge deines bisherigen Blogs auf deine neue Seite zu übertragen, müssen alle deine Daten exportiert werden. Wie du das anstellst erfährst du im folgenden Absatz.

2. Daten importieren

In der XML. Datei ist nun euer kompletter Blog . Um die Beiträge nun auf die neue Seite zu vepflanzen, wähle ebenfalls Werkzeuge -> Daten importieren -> WordPress. Es öffnet sich ein Fenster in dem du den “WordPress Importer” installieren kannst, was du auch tust. Anschließend kannst du nun die XML. Datei auswählen und den Import starten. Schwups sind innerhalb von wenigen Augenblicken alle deine Fotos, Beiträge und sogar Kommentare auf deiner neuen Seite.Deine Beiträge, Bilder und Kommentare deines alten Blogs schlummern in einer Datei auf deinem Rechner. Nun gilt es sie auf deiner neuen Seite zu platzieren und zu optimieren.

3. Und die Follower?

Du fragst dich sicherlich: Wozu habe ich mir über Monate einen Leserkreis aufgebaut, wenn keiner der Follower übernommen wird – zu Recht! Aber hier gibt es schnelle Abhilfe: Das Plugin Jetpack. Wenn du das installiert hast, verbindest du dich mit deinem WordPress.com Konto und wirst anschließend von Jetpack durch das Programm geführt. Mit dem sogenannte Subscription Migration Tool kannst du jetzt deine Follower auf deinen neuen Blog übertragen. Außerdem bietet dir das Plugin die Möglichkeit weiterhin die Like- und Kommentarfunktion zu nutzen, deine Statistik abzurufen und auch die App kannst du nun wie gewohnt mit dem neuen Blog verwenden. Allerdings kann ich über die App keine Kommentare genehmigen oder darauf antworten, aber das ist zu verschmerzen!

Jetzt ist deine Kreativität gefragt!

Alles technische hast du eingestellt, deine Seite wartet nur darauf gestaltet zu werden! Im word wide web stehen dir unzählige Themes und Designs zur Verfügung, die du individuell anpassen kannst und auch die Auswahl an hilfreichen Plugins ist unglaublich. Nimm dir Zeit für die Gestaltung deiner Seite und mach sie zu deinem ganz eigenen Projekt.

Ich hoffe, diese Einführung war hilfreich und verständlich für euch, ansonsten schreibt mir gern eure Fragen – vielleicht kann ich sie ja beantworten.

Schreibt mir gern, wenn ihr bereits Erfahrungen mit dem Umzug von WordPress.com zu WordPress.org habt und vielleicht noch hilfreiche Tipps habt.

10 Kommentare

  1. 18. April 2016 / 22:08

    Sehr interessanter Beitrag und auch alles sehr verständlich erklärt, nach dem Lesen hört sich der ganze Umzug wie ein Kinderspiel an 😀 interessant wäre noch zu wissen, wie viel das Mieten vom Webspace ungefähr kostet und obs da große Preisunterschiede gibt

    • Katharina
      18. April 2016 / 22:51

      Hallo babsi,
      vielen Dank für dein positives Feedback!
      Den Webspace kannst du schon für ein paar Euro im Monat mieten. Mein Tarif bei strato kostet mich 3,50€ monatlich. Der Preis hängt aber natürlich von Anzahl und Umfang der Datenbank, Anzahl der Domains usw. ab. Für den Anfang reicht aber ein kleines Paket völlig aus 🙂
      Liebe Grüße und viel Erfolg beim Umzug!

  2. 19. April 2016 / 15:01

    Danke für die Zusammenstellung – ich drücke mich schon länger vor einem Umzug, auch weil mein Rechner so langsam ist und ich dann gefühlt so viele Stunden dran sitzen muss – aber es lohnt sich glaube ich wirklich und lange werde ich es auch nicht mehr aufschieben 😉 Dein Post motiviert mich dazu, das Thema mal wieder aus dem ganz hintersten Stübchen etwas weiter vor zu holen 😀

    • Katharina
      19. April 2016 / 21:28

      Ich habe es auch lange vor mir her geschoben… Aber die Arbeit lohnt sich wirklich! Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Umzug 🙂

  3. 7. Oktober 2016 / 22:21

    Hallo liebe Katharina,
    ich schiebe den Umzug auch schon lange vor mir hin… Ich habe bei wordpress.com den Premium-Account, zahle für Domain und Theme noch mal extra. Wahrscheinlich könnte ich durch den Umzug auch noch einiges sparen. Und obwohl ich schon ein bisschen was von der Technik verstehe, habe ich noch immer zu viel Respekt vor dem Umzug :(. Aber irgendwann…
    Liebe Grüße, Marileen

  4. 11. November 2016 / 12:42

    Hallo!
    Ich habe es gerade so versucht, komme aber im letzten Schritt nicht weiter… hat er dir auch eine php-Datei angeboten? Was macht man damit? Speichern? Öffnen?
    Danke für den hilfreichen Beitrag!
    Nadine

    • Katharina
      20. November 2016 / 22:08

      Hallo Nadine,
      entschuldige die späte Rückmeldung. Leider kann ich dir da aber auch nicht helfen, ich kann mich nicht erinnern das er in diesem Schritt eine Datei ausgespuckt hat… Aber ich bin kein Profi :/

  5. 5. Dezember 2017 / 18:02

    Hallo Katharina,

    ich bin gerade auf deinen Post hier gestoßen, weil ich mich gerade mit genau diesem Thema beschäftige.
    Eine Frage habe ich dazu noch:
    In dem MOment, wenn ich meinen Blog “umgezogen” habe- existiert der alte dann nicht mehr?
    Oder stehen die beiden dann parallel?
    Ich frage, weil das ja doch einige Zeit dauert und ich hoffe, dass die Leser auf dem alten Blog noch so lange gucken können, bis ich die neue Seite dann launche?!?
    Was passiert, wenn jemand einen “alten link” (also zum alten Blog) anklickt, sagen wir auf anderen Blogs oder bei pinterest.
    Weißt Du das auch?
    Tausend Dank schon jetzt für Deine HIlfe und viele Grüße
    Britta

    • Katharina
      9. Dezember 2017 / 14:24

      Hallo Britta,
      dein alter Blog hängt mit dem neuen nicht zusammen. Durch das Exportieren der Daten werden diese auf deiner alten Domain nicht gelöscht, sondern quasi nur “kopiert” und als Datei extern gespeichert.
      Dein alter Blog besteht solange mit den Inhalten, die du dort schon erstellt hast, bis du ihn händisch löschst.
      Der Link bleibt auch ganz normal auf den alten Blog geschaltet. Der Link heißt ja zum Beispiel “glasgeflüster.wordpress.com/hallo” und der Link auf deinem neuen Blog über WordPress.org würde heißen “glasgefluester.de/hallo” – es existieren dann zwei separate Links zum Artikel einmal auf dem alten und einmal auf dem neuen Blog.
      Du hast aber auch die Möglichkeit eine Weiterleitung einzubauen. Das bedeutet, dass jeder der einen Link zu deinem alten Blog anklickt automatisch auf die Startseite deines neuen Blogs umgeleitet wird. Das habe ich allerdings nicht eingerichtet.
      Wenn du noch weitere Fragen dazu hast, schreib mir auch gern eine Mail 🙂
      Liebe Grüße
      Katharina

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