WEIHNACHTSSTRESS – WAS MACHT WEIHNACHTEN MIT UNS?

Was macht Weihnachten mit uns? Katharina von Some Kind of Fashion teilt heute ihre Gedanken zum Thema Weihnachten und Weihnachtsstress. Vor ein paar Tagen habe ich im Radio einen interessanten Beitrag gehört. Es ging um die Frage „Was macht Weihnachten mit uns?“ Eine simple Frage könnte man meinen. Die Antwort sollte heißen: Weihnachten macht Freude, ist schön, besinnlich, warm und macht mich glücklich. Aber mal ehrlich, ist es nicht vielmehr hausgemachter Weihnachtsstress, Krampf und Konsum?

Was ist eigentlich noch Weihnachten? Diese Frage stellte ich mir als mir gestern auf der Domplatte zwei tanzende Weihnachtsbäume aus Lametta singend entgegen kamen. Auf dem Kopf zweier schon leicht angetrunkener Damen mittleren Alters. Ist das Weihnachten 2016? Bitte nicht!

In der besagten Radiosendung ging es aber eben vielmehr um die Frage, was Weihnachten mit uns anstellt. Jedes Jahr steht am 24.12 Heiligabend auf dem Kalender. Dann kommt man mit der Familie zusammen, man isst lecker und wird beschenkt. Wenn´s hochkommt geht man noch in die Kirche, schließlich feiern wir ja die Geburt von Jesus. Das könnte man heute glatt mal vergessen.
Aber das ganze Fest, die mittlerweile zur Tradition gewordenen Bräuche, all das braucht Vorbereitung. Schenken ist ein Muss. Egal ob ich eine zündende Idee habe oder nicht, ob derjenige Wünsche hat oder sich wunschlos glücklich schätzt. Und schon ist er da, der Stress. Ich muss etwas schenken. Allen. Bekomme ich etwas geschenkt, bin ich verpflichtet im gleichen Maß etwas zurückzuschenken. Und Weihnachten kam wie jedes Jahr völlig überraschend. Weihnachtsstress vorprogrammiert.

Warum?Was macht Weihnachten mit uns? Katharina von Some Kind of Fashion teilt ihr Gedanken zum Thema Weihnachten und Weihnachtsstress mit euch.

Fomo in der Weihnachtszeit

Aber nicht nur im Hinblick auf Geschenke setzt uns Weihnachten unter Druck. Tausende Weihnachtsmärkte locken Millionen von Besuchern an. Die zwei tanzenden Tannenbäume waren sicher auch auf den Weg zum nächsten Glühweinstand. Aber als ich so durch die Stadt zog, auf der vergeblichen Suche nach Geschenken und dem passenden Outfit für Weihnachten,  wurde mir schnell klar: Das ist für mich nicht Weihnachten. Menschenmassen, kitschige Weihnachtsmusik aus jeder Ecke, Glühwein aus der Stiefeltasse. Und doch meint man, das gehört dazu. Ohne ist einfach nicht richtig Weihnachten. Die Angst etwas zu verpassen (englisch –  fear of missing out = fomo). Eigentlich gibt mir das nichts. Eigentlich brauche ich das nicht. Aber auch diese „Angst“ löst Stress in einem aus – Weihnachtsstress.

Besinnen auf das Wesentliche – Nein zu Weihnachtsstress

Drum habe ich für mich den Entschluss gefasst, Geschenke Geschenke sein zu lassen und es in manchen Fällen offen anzusprechen, dass Schenken eben kein Muss ist, wenn eh niemand eine Idee/Wünsche hat und mich der Angst etwas zu verpassen zu widersetzen. Wenn sich die Gelegenheit bietet werde ich einen Abstecher (unter der Woche) zum Weihnachtsmarkt bestimmt nicht ablehnen. Ansonsten werde ich es mir in der verbleibenden Weihnachtszeit einfach gemütlich machen und dem ganzen hausgemachten Weihnachtsstress entgehen. Vielleicht wird das eine Herausforderung, vielleicht ist es aber auch das Richtige.Was macht Weinachten mit uns? Katharina von Some Kind of Fashion teilt ihr Gedanken zum Thema Weihnachten und Weihnachtsstress mit euch. Was macht Weihnachten mit uns? Katharina von Some Kind of Fashion teilt heute ihre Gedanken zum Thema Weihnachten und Weihnachtsstress mit euch.

 

 

4 Kommentare

  1. 5. Dezember 2016 / 9:04

    Recht hast du!
    Wir haben das vor ein paar Jahren auch irgendwann durchgezogen. Es hatte überhand genommen. Stellenweise sind die Gutscheine quasi nur noch hin- und hergeschoben worden, weil man schon gar nicht mehr so recht wußte, was man schenken SOLL. Irgendwann habe ich dann auch alle mal angesprochen, und im Grunde war jeder froh, dass es endlich mal jemand angesprochen hat. Wir sind alle froh, wenn wir Zeit zusammen verbringen. Leider kommt das eh viel zu selten vor, seit die Kinder da sind. Wir schenken uns also gemeinsame Zeit! Und das ist doch eh das schönste Geschenk überhaupt! (Nur die Kinder, die kriegen natürlich was. ;-))
    LG, Tina

    • Katharina
      5. Dezember 2016 / 9:11

      Das stimmt absolut! Gemeinsame Zeit gibt einem viel mehr als materielle Geschenke. Und wenn Kinder dabei sind, ist Weihnachten natürlich nochmal etwas anderes 🙂

  2. 5. Dezember 2016 / 10:24

    Hi,

    endlich eine Mitstreiterin! 😉 Dem ganzen Kram zu entgehen ist die beste Lösung! Mir ist das auch alles zu viel und die ganze Schenkerei geht mir schon lange auf den Weihnachtskranz. Die meisten schenken sich das, was sie wollen, ohnehin selbst und wenn jemand keine Wünsche hat, dann ist die Erwartungshaltung so groß, dass er auf jeden Fall enttäuscht wird. Bei uns bekommen auch nicht alle etwas geschenkt. Als Blogger bekommt man ja häufig Dinge, mit denen man nicht so viel anfangen kann/von denen man schon mehrere Exemplare besitzt. Solche Sachen gebe ich dann weiter und somit haben viele Leute in meinem Umfeld sowieso das ganze Jahr über schon Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

    Ich bleibe schön auf meiner Couch liegen und zünde vielleicht eine Kerze an – das reicht mir. 😉

    Liebe Grüße,
    Stil-Helferin Jessi

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